von Alexandra von Plüskow
Spielerisch lernen Jack und Jill im „Kindergarten“ die Buchstaben und nach und nach auch das Lesen, Schreiben und Rechnen bis 20. Die beiden Fünfjährigen besuchen jedoch nicht einen deutschen Kindergarten – sondern sie nehmen am Vorschulprogramm ihrer Elementary School (Grundschule) in den USA teil. Zuvor haben sie freiwillig an einer Preschool (vergleichbar mit einem deutschen Kindergarten) oder einer anderen Kindertagesstätte (Day Care) teilgenommen.
Grundsätzliche Dinge
Die Schulpflicht ist in den USA in jedem der 50 Bundesstaaten individuell geregelt. Zusätzlich haben die einzelnen Schulbezirke die Möglichkeit, grundlegende Dinge eigenständig zu entscheiden. So können etwa in ein und demselben Bundesstaat verschiedene Regelungen hinsichtlich von freien Tagen oder aber auch von Schulausfällen herrschen. Die Schule können Eltern und Kinder in den USA frei wählen. Neben den staatlichen Schulen, die in der Regel kostenfrei sind, gibt es auch zahlreiche private Schulen, darunter auch etliche konfessionelle Schulen. Die privaten Schulen erheben oftmals eine Schulgebühr, „tuition“ genannt.
Von Anfang an gemeinsam
Die Grundschule (Elementary School) besuchen in der Regel Kinder ab sechs Jahren. Von Anfang an werden alle Kinder eines Jahrgangs in einer Jahrgangsstufe gemeinsam beschult. Ausgenommen hiervon sind Kinder, die beispielsweise am Hausunterricht (Homeschooling) teilnehmen. Kinder, die einer besonderen Betreuung bedürfen nehmen oft am integrativen Unterricht der Klassenverbände teil. Hierbei werden sie von so genannten „pairers“ begleitet, die dem Kind während des Unterrichtes zur Seite stehen. Alternativ besuchen sie den Unterricht in Kleingruppen, wo sie individuell gefördert werden können. Auch hochbegabte Kinder werden im Klassenverband gefördert oder aber haben die Möglichkeit, einzelne Klassenstufen zu überspringen.Die Grundschule dauert je nach Bundesstaat vier bis sechs Jahre. Danach gehen die Schüler bis einschließlich Klassenstufe 8 auf die so genannten Middle Schools oder Junior High Schools.
Anders als in Deutschland gibt es in den USA in den weiterführenden Schulen keine verschiedenen Schulformen wie etwa die Haupt- und Realschule und das Gymnasium. Nach den Middle Schools durchlaufen Schüler in den USA die Jahrgangsstufen 9-12 in High Schools. Hier lernen sie in Kursverbänden und schließen diese Zeit mit einem „High School Diploma“ ab. Nach Erwerb dieses Diploms können die Schüler dann entweder ein College besuchen oder aber auch eine Universität.
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