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Wissen und Bildung

Wenn Eltern und Schule in den Dialog treten



von Alexandra von Plüskow

Elternsprechtage in der Grundschule In der letzten Zeit mault Celine gehörig zu Hause herum, wenn es um schulische Dinge geht. An jedem Nachmittag gibt es Auseinandersetzungen mit ihrer Mutter, bevor es dann endlich an die Hausaufgaben geht. Zum Lesen hat sie außerdem keine Lust mehr- und alles, was mit der Schule zu tun hat, findet sie langweilig. Ihre Mutter möchte den nun anstehenden Elternsprechtag nutzen, um sich bei der Lehrkraft über Celines Verhalten in der Schule zu erkundigen und gemeinsam zu beratschlagen, was unternommen werden kann. Leons Mutter hingegen ist sich gar nicht sicher, ob sie überhaupt zum Elternsprechtag gehen soll. Der Zweitklässler hat keine schulischen Probleme und geht jeden Tag gerne und fröhlich in den Unterricht. Weshalb sollte sie die Zeit der Lehrkraft in Anspruch nehmen, wenn es sowieso nur Positives über Ihren Sohn zu berichten gibt?

Nicht nur zur Zeugniszeit…

…sollten Grundschulen ihre einmal pro Halbjahr stattfindenden Elternsprechtage anbieten. Optimal ist es, wenn diese mitten im Halbjahr abgehalten werden – also rechtzeitig, um zeugnisrelevante Themen zu besprechen. Im Rahmen eines Elternsprechtages informiert die Schule Eltern darüber, wie sich ihr Kind in Bezug auf sein Verhalten und auch auf seine Leistungen in der Schule zeigt. An diesen Terminen ist es zudem möglich, Fachlehrkräfte des Kindes kennen zu lernen und sich mit ihnen über dessen schulische Belange auszutauschen. Im Augenmerk des Elternsprechtages steht aber zudem, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus zu fördern. Die Möglichkeit, Kontakt zu den Lehrkräften des eigenen Kindes zu knüpfen, sollten alle Eltern nutzen. Deshalb sollte es auch für Leons Mutter keine Frage sein, das Gesprächsangebot der Schule wahrzunehmen.

Alle Eltern erhalten rechtzeitig eine Einladung seitens der Schule. Diese geht auch an geschiedene Elternteile, die das gemeinsame Sorgerecht innehaben. Sollten diese sich gut verstehen und neutral miteinander über die Belange ihres Kindes kommunizieren können, so sollten sie auch den Termin am Elternsprechtag gemeinsam wahrnehmen. Klappt es mit der Kommunikation nicht mehr so gut, so sollten von der Schule zwei getrennte Termine vergeben werden. Lehrkräfte und Eltern sollten in diesem Fall darauf achten, dass das Gespräch objektiv verläuft und eventuelle Schuldzuweisungen unter den Elternoder ähnliche Inhalte vermieden werden.


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Alexandra v. Plüskow ist ausgebildete Grundschullehrerin und hat einige Jahre lang an zwei Lüneburger Grundschulen gearbeitet. Als zweifache Mutter befindet sie sich in der Elternzeit. Derzeit arbeitet sie als freie Fachjournalistin und Referentin für mehrere Verlage und Zeitschriften. E-Mail
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