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Entwicklung und Erziehung



von Ulrike Lindner

Weiterbildung für Eltern: STEP Wohl alle Eltern wünschen sich, ihre Kinder zu selbstbewussten, glücklichen Erwachsenen zu erziehen. Dass dieser Wunsch zwar theoretisch lobenswert, in der Praxis aber nicht immer ganz leicht umsetzbar ist, ist eine Erfahrung, die viele Mütter und Väter in Erziehungstrainings führt.

Die STEP-Methode gehört neben Triple P, Starke Eltern – Starke Kinder und KESS zu den bekanntesten Angeboten auf dem Markt. Das Elterntraining wurde in den USA entwickelt und wird seit einigen Jahren auch in Deutschland erfolgreich praktiziert. Die zehnwöchigen Elterntrainings richten sich an Eltern von Klein- und Grundschuleltern sowie an Eltern von Teenagern. Außerdem können sich Erzieher und Pädagogen in eigens für sie entwickelten Trainings fortbilden. Ergänzend werden auch intensivere Betreuungen angeboten, in denen zum Beispiel Eltern, die von der Jugendhilfe betreut werden, ihre Erziehungskompetenz verbessern können.

In den STEP-Kursen werden die Eltern darin bestärkt, die Fähigkeiten ihrer Kinder zu respektieren und ihre Stärken zu erkennen. Gegenseitige Achtung, Grenzen setzen und auf die Situation bezogen zu reagieren, sind die drei Säulen des Erziehungsprogramms. Sie sollen dazu führen, dass Selbstachtung, Selbstvertrauen sowie partnerschaftliches und verantwortungsvolles Verhalten in den Familien wachsen.

Was steckt dahinter?

STEP ist die Abkürzung für „Systemic Training for Effective Parenting“ (Systematisches Training für effektive Erziehung). Das Programm will Eltern eine demokratische Erziehung auf einer Grundlage von gegenseitigem Respekt nahe bringen. Bewusst gesetzte und konsequent eingehaltene Grenzen sollen für alle Familienmitglieder Struktur in den gemeinsamen Alltag bringen.

Die STEP-Methode basiert auf den Theorien der Psychologen Alfred Adler, Rudolf Dreikurs und Thomas Gordon („Familienkonferenz“). Ihre wichtigste These: Der Mensch ist ein soziales Wesen, das zu einer Gruppe dazugehören möchte. Alles, was eine Person tut, wird vor diesem Hintergrund gesehen. Wenn ein Kind diese Gruppenzugehörigkeit nicht auf positive Weise erfährt, dann greift es zu störendem Verhalten. Hier setzt das STEP-Modell an. Es soll Kinder einerseits positiv unterstützen. Gleichzeitig soll es Selbstdisziplin lehren, damit Kinder ihrer wachsenden Verantwortung gerecht werden und mit Freiräumen umgehen können.


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Ulrike Lindner hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste, Berlin, studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin und lebt mit Mann und zwei Kindern in Wolfenbüttel. E-Mail
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